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SC Freiburgs U19 dominant beim KSV Hessen Kassel | Spielbericht

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Titelfoto: © SC Freiburg

A-Junioren-Bundesliga hieß für die U19 des SC Freiburg diese Woche früh aufstehen, denn das Spiel im Auestadion beim KSV Hessen Kassel begann um 11 Uhr am Sonntagvormittag. Über 90 Minuten lieferte der SC die bessere Leistung ab und gewann gegen die Nordhessen mit einem klaren 5:0-Auswärtssieg.

Aufstellung und Formation

Die U19 des SC Freiburg spielte durchgehend in einem 4-3-3-System. Gegen den Ball rückte einer der beiden Achter (meist Baur, LZM) immer mal auf den gegnerischen Sechser heraus, sodass das System zeitweise einem 4-2-3-1 glich. Nach Einwechslung von Mertz (73.) spielte er als DM, Pellegrino rückte auf LZM und Moutassime auf RZM. Nach Einwechslung von Birk spielte dieser als MS, Ribeiro ging nach außen auf LF und Au Yeong wechselte die Seite auf RF.

SC Freiburg: Mack – Bunga Capitao (68. Allgaier), Hülsenbusch, Gallego Martos, Bleise – Pellegrino, Moutassime, Baur (73. Mertz) – Wörner (81. Birk), (C) Mühlethaler (62. Ribeiro), Au Yeong – Trainer: Federico Valente

KSV Hessen Kassel: Kalbfleisch – Leinhos, Schmincke, Bucan, Wöhr – (C) Schmacke, Suntrup – Felmeden (56. Gremler), Garcia (71. Tahiri), Agyekum (84. Porada) – Petrovic (56. Bindbeutel) – Trainer: Karl-Heinz Dobler

SC Freiburgs U19 (rot) spielte im Kasseler Auestadion ein 4-3-3-System.

Freiburg beginnt aktiv, Kassel lauert auf Konter

Von Beginn an war die Elf von Trainer Federico Valente die spielführende Mannschaft. Karl-Heinz Doblers Nordhessen beschränkten sich auf eine strukturierte Defensive und lauerten auf Konter. Immer wieder wurden die Angriffsbemühungen des SC Freiburg durch Pfiffe des Schiedsrichters unterbrochen. Die ersten acht Offensivaktionen endeten alle mit Abseits oder Foulspiel – für oder gegen den SC.

Auch die wenigen Angriffe des KSV kamen nicht bis zum Tor. In der 13. Minute wurde Linksaußen Maximilian Agyekum ins Laufduell mit Bunga Capitao geschickt, scheiterte dann aber an einer starken Parade von SC-Torwart Laurin Mack. Der Schiedsrichter-Assistent zeigte es jedoch an: Es wäre sowieso Abseits gewesen. Ein weiterer Konterversuch desselben Musters wurde von Freiburgs Innenverteidiger Hülsenbusch abgelaufen.

Der erste durchgespielte Angriff des SC Freiburg kam dann in der 16. Minute. Mika Baur sicherte den Ball durch ein Dribbling in Richtung des eigenen Tores. Über Torhüter Mack startete der SC die Offensivbewegung, er spielte den Ball nach rechts zu Bunga Capitao. Dieser trieb den Ball nach vorne und über eine starke Spielverlagerung entgegen der verschiebenden Kasseler auf Daniel Huan Yao Au Yeong ging es in den Strafraum. Nach einem erfolgreichen Dribbling fand dessen Flanke aber keinen Abnehmer.

Freiburg kann Dominanz in Tore umwandeln

In der 24. Minute war der SC Freiburg dann das erste Mal erfolgreich. Amney Moutassime schickte Rechtsaußen Marco Wörner tief in den 16er. Wörner hätte zwar selbst abschließen können, aus spitzem Winkel legte er jedoch lieber zurück. Dabei verpasste er zunächst den eigentlich anvisierten Mittelstürmer Till Mühlethaler, jedoch zog der nachrückende Baur am Elfmeterpunkt mutig ab und jagte den Ball unter die Latte – 0:1 für den SC Freiburg!

Viele Offensivbemühungen des SC in der ersten Halbzeit gingen über die linke Seite. Baur war der dominante Spielmacher, außerdem versuchte man, Linksaußen Au Yeong ins Spiel zu bringen. Dieser stand jedoch in den ersten 45 Minuten gleich vier Mal im Abseits, seine drei Flanken fanden keinen Mitspieler.

Dann durfte auch Kassel mal in die Nähe des Tores. Zwei Eckstöße waren jedoch ungefährlich. Aus einem guten Angriff des KSV resultierte dann das zweite Gegentor. Hülsenbusch schlug den Ball raus und fand an der Mittellinie Mühlethaler, der mit dem Kopf auf Baur ablegte. Durch Abspiel nach links war es dann Außenverteidiger Marek Bleise, der einen perfekten Schnittstellenpass hinter die Kette spielte, wo Mühlethaler den Ball erlaufen konnte. Im Eins gegen Eins mit Kassels Torwart Paul Kalbfleisch blieb er cool und netzte ein – 0:2 (40.).

Mit der letzten Szene des ersten Durchgangs hätte Valentes Truppe sogar schon den Deckel drauf machen können. Bunga Capitao flankte aus dem Halbfeld auf Mittelstürmer Mühlethaler, der direkt abzog. Diesmal siegte jedoch Torhüter Kalbfleisch und konnte parieren – Halbzeitpfiff.

Mannschaftsfoto SC Freiburg U19 (© SC Freiburg)

Freiburger Chancenwucher

Beide Mannschaften gingen unverändert in die zweite Halbzeit, jedoch wirkte Kassel bereiter als noch in der ersten Hälfte, selbst etwas mit dem Ball zu machen. Das Engagement wurde allerdings schnell bestraft. Bei einem Freiburger Konter in der 51. Minute flankte Mühlethaler auf Wörner. Dieser scheiterte zwar am wieder starken KSV-Keeper, Kassel fiel in Folge jedoch wieder weiter zurück und überlies dem SC das Spiel. Daran änderte auch ein Doppelwechsel der Offensivspieler in der 56. Minute nichts.

Es folgte eine Reihe guter SC-Chancen. Ein Schuss übers Tor (58.) von Pellegrino. Eine Parade von Kalbfleisch (59.) gegen Au Yeong. Ein Kopfball links am Tor vorbei (59.) von Hülsenbusch. Und ein Schuss links vorbei (60.) von Mühlethaler. Gestoppt wurde diese Chancenserie von einem Konterlauf der Kasseler – ein aufmerksamer Mack kam aber raus und fing ihn ab. Die Wechsel von Joel Ribeiro für Mühlethaler (62.) und Felix Allgaier für Bunga Capitao (68.) nahmen etwas den Spielfluss.

Hessen Kassel mit kurzer Hoffnung, Freiburg eiskalt

Der neu eingewechselte Allgaier war es auch, den sich der KSV nun als Ziel herausgesucht hatte – gleich drei Angriffe in Folge liefen über Freiburgs rechte Seite, ohne dass der SC Zugriff auf das Spiel erhielt. Cheftrainer Valente reagierte und brachte mit Tom Mertz für Baur (73.) einen Defensivspieler für einen Offensivspieler. Dies sorgte nicht nur für Stabilität, sondern auch für neue Spielfreude.

Schon in der darauffolgenden Minute (74.) setzte Juventus Turin-Leihgabe Joel Ribeiro den Kasseler Hoffnungen ein Ende. Nach einem Pass in die Spitze von Au Yeong verwandelte er gegen KSV-Keeper Kalbfleisch, der zwar noch an den Ball kam, ihn jedoch nicht mehr entscheidend ablenken konnte. Diese Vorlage löste den Knoten des zuvor glücklosen Au Yeong, der fünf Minuten später (79.) nach einer Ecke von Moutassime den Ball selbst per Volleyschuss im Tor versenkte.

Doch auch diese Vier-Tore-Führung wollten die Breisgauer nicht nur verwalten. Trainer Valente brachte mit Timo Birk einen weiteren Stürmer (81.), der Torschütze Ribeiro auch schnell in Szene setzte. Ribeiro dribbelte sich jedoch etwas fest, nach Ablage in den Rückraum scheiterte Pellegrino erneut an Keeper Kalbfleisch (85.).

In der 86. Minute begann dann das Zaubern – ein Außenrist-Traumpass von Ribeiro hinter die Kette ermöglichte Moutassime einen freien Abschluss, den Kalbfleisch dann nicht mehr parieren konnte – 0:5. Ein letzter Ansatz zur Ergebniskorrektur des KSV startete in der 89. Minute, der eingewechselte Gremler kam hinter die Kette und lief alleine auf Mack zu, startete jedoch aus dem Abseits. Schlusspfiff.

Nach 90 Minuten zeigte die Anzeigetafel ein klares Ergebnis: 5:0-Sieg der Freiburger U19

Fazit: In Dominanz und Höhe verdient

Die U19 des SC Freiburg lieferte eine spielerisch starke und defensiv beherzte Leistung ab. Sie boten dem KSV Hessen Kassel nur sehr wenige Möglichkeiten, welcher ihrerseits dann auch in den seltenen Aktionen keine Gefahr erzeugen konnten. Über 90 Minuten war der Sieg – auch in der Höhe – absolut verdient.

0:1 Baur (Wörner, 24.)
0:2 Mühlethaler (Bleise, 40.)
0:3 Ribeiro (Au Yeong, 74.)
0:4 Au Yeong (Moutassime, 79.)
0:5 Moutassime (Ribeiro, 86.)

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