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Die dreistesten Schwalben im Fussball

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Manchmal sind sie nicht klar zu erkennen, oft sind sie offensichtlich und vielfach sind sie besonders dreist. Die Rede ist von Schwalben im Fußball. Sie kommen immer wieder vor und können ganze Spiele entscheiden. Kein Wunder also, dass manche Spieler wahre Schwalbenkönige sind.

Warum es Schwalben gibt

Ein Schwalbe ist die Vortäuschung eines Fouls, um einen Straf- oder Freistoß zu provozieren. Da solche Aktionen auch ein gewisses Risiko für den Spieler, der sie durchführt, beinhalten, werden sie im Normalfall nur in einer Notsituation durchgeführt. Ein Rückstand ist oftmals der Anlass, eine Schwalbe sozusagen als letzte Gelegenheit für einen Ausgleich oder Siegtreffer durchzuführen. Fair sind solche Aktionen natürlich nicht, doch einige Fehlentscheidungen in der Vergangenheit zeigen auch, dass Schwalbe nicht gleich Schwalbe ist. Oftmals gab es tatsächlich ein Foul oder zumindest eine Berührung des verteidigenden Spielers, die eine Torchance verhinderte. Auch das Ausrutschen eines Spielers im Strafraum wurde schon als Schwalbe gewertet und dementsprechend geahndet. Offensichtliche Schwalben wiederum werden auch nicht immer bestraft. Sei es, weil der Schiedsrichter keinen freien Blick auf die Situation hatte oder der beteiligte Spieler bereits mit Gelb vorbelastet ist. Gerade in spielentscheidenden Phasen wird die Schwalbe dann oft lediglich mit einer Verwarnung bestraft. Diese Aspekte sind wohl mit ein Grund dafür, dass der ein oder andere Spieler es in der Vergangenheit mit besonders dreisten Schwalben versuchte.

Dreiste Schwalben im Fußball

Neymar

Eine Aktion, die erst vor kurzer Zeit für Aufsehen sorgte, war die Schwalbe des Brasilianers Neymar bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014. Im Eröffnungsspiel gegen Kroatien lies sich der Stürmer beim Stand von 1:1 fallen und provoziert so einen Strafstoß, der die Seleção zurück ins Spiel brachte. Die Szenen, wie Neymar unberührt zu Boden ging, waren Auslöser der Schiedsrichterdebatten und sorgten besonders bei den Fans des kroatischen National-Teams für Frust. Die Aktion war jedoch nicht die erste Schwalbe Neymars. Schon in einem Spiel gegen Real Madrid lies sich der Spieler in einem Zweikampf fallen und täuschte den Schiedsrichter, der einen Elfmeter gab und den unschuldigen Sergio Ramos vom Platz schickte.

Rudi Völler

Eine Schwalbe, die vor allem den Deutschen positiv in Erinnerung sein dürfte, wurde von Rudi Völler ausgeführt. Im WM-Finale 1990 nutze dieser eine leichte Berührung von Roberto Sensini, um im Strafraum zu Boden zu gehen. Der Schiedsrichter pfiff Elfmeter und Andreas Brehme verwandelte. Wenige Minuten später war Deutschland Weltmeister und Rudi Völler der gefeierte Held. Später sagte der Nationalspieler in einem Interview: „Den kannst du pfeifen, musst du aber nicht.“

Bernd Hölzenbein

Es scheint so, als würde die Deutsche Nationalmannschaft vor allem in WM-Finalspielen mit Schwalben glänzen. Schon 1974, als das Deutsche Team gegen die Holländer um den Pokal spielte, ging Bernd Hölzenbein im Strafraum zu Boden und sorgte so für einen Strafstoß. Deutschland ging in Führung und gewann schließlich die WM. Schaut man sich die Szene heute an, könnte die Aktion des Niederländers jedoch tatsächlich ein Foul gewesen sein.

Cristiano Ronaldo

Cr7, wie er auch genannt wird, zählt zu den besten Spielern der Welt. Wenn das Können jedoch einmal trotzdem nicht ausreicht, greift auch Ronaldo gerne in die Trickkiste und lässt sich im Strafraum fallen. So etwa bei der WM 2006, als er über das Bein von Christoph Metzelder stolperte und dafür einen Strafstoß forderte. Der Schiedsrichter durchschaute den Trick jedoch und lies das Spiel weiterlaufen. Das hielt den Portugiesen jedoch nicht von weiteren Schwalben ab. Besonders dreist war etwa die Aktion im Spiel gegen Chelsea einige Jahre später, als Ronaldo sich selbst zu Fall brachte und dafür einen Freistoß bekam.

Andreas Möller

Wenn einer der Schwalbenkönig ist, dann Andreas Möller. Der Bundesliga-Spieler lies sich unzählige Male fallen und schindete so für sein Team einige Strafstöße heraus. Die berüchtigste Schwalbe geschah 1995, als sich Möller im Spiel gegen den Karlsruher SC fallen lies, ohne, dass überhaupt ein Gegenspieler in der Nähe war. Trotzdem gab es Elfmeter und der BVB, bei dem Andreas Möllers damals spielte, konnte das Spiel noch drehen. Diese dreiste Schwalbe blieb jedoch nicht ohne Folgen für den Spieler. Die Presse nannte ihn fortan nur noch „Schwalben-Möller“ und das DFB-Sportgericht verhängte eine Geldstrafe in Höhe von 10.000 DM.

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