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Danny da Costa – eine taktische Analyse nach dem Dortmund-Spiel

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Nach dem Pleitenstart der Frankfurter Eintracht gegen Waldhof Mannheim (0:2) und Borussia Dortmund (2:5) hagelte es eine Menge Kritik auf viele Spieler. Ein Spieler, der viel dieser Kritik abbekam, war Danny da Costa. Spätestens nach seinem verheerenden Fehlpass beim BVB in der 70. Minute, der nach einem weiteren Fehler des Abwehr-Duos Martin Hinteregger und Evan N’Dicka im 1:5 endete, war bei vielen Fans die Meinung geprägt. Doch während der Pass natürlich ein massiver Fehler war, war das restliche Spiel da Costas auf den zweiten Blick ziemlich gut. Vieles von dem, was da Costa im Spiel tat, sorgte dafür, dass Lücken geschlossen und Probleme verkleinert oder gar verhindert wurden.

In diesem Zuge möchte ich da Costas Leistungen gegen Dortmund genauer beleuchten. Da die Viererkette nicht – oder zumindest nicht öffentlich – trainiert wurde und auch kein Inhalt von Pressekonferenzen war, beschränkt sich dieser taktisch-analytische Teil ausschließlich auf die erste Spielhälfte, die die Eintracht in einem 3-4-2-1/3-4-3 absolvierte.

Die gezeigten Screenshots des Fußballspiels Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt unterliegen dem Urheberrechtsgesetz und sind Eigentum der Sportradar Media Services GmbH als Betreiber von EintrachtTV. Sie werden hier im Sinne des §51 des Urheberrechtsgesetzes als Zitate verwendet, um die beschriebenen Szenarien bildlich zu untermauern. Sollte dies trotzdem nicht gewünscht sein, so werden sie auf Bitte des Rechteinhabers unverzüglich entfernt.

Da Costas defensives Denken – schon früh hilfreich

Schon in der ersten Aktion des Spiels wurde seine taktische Arbeit nach hinten wichtig. Ein langer Ball von Kevin Trapp landete bei den Dortmundern, die über ihren Rechtsverteidiger Felix Passlack das Spiel aufbauten. Kostic ging mutig ins Pressing, kam aber klar zu spät und konnte nur versuchen, in den Ball zu springen. Dortmunds Rechtsaußen Thorgan Hazard kam kurz und wurde von Passlack angespielt, das wiederum zog Evan N’Dicka aus der Frankfurter Abwehrkette heraus.
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Danny da Costa auf der anderen Seite reagierte gut und machte sich schon während des Offensivpressings auf den Weg zurück. In der Abwehrkette angekommen übernahm er die Deckung von Marco Reus, der als nomineller Linksaußen spielte, sich aber häufig auch hinter Erling Haaland fallen ließ. Dieses frühe Einrücken von da Costa war wichtig, denn ansonsten wären die Eintracht-Verteidiger Stefan Ilsanker und Martin Hinteregger jeweils im Eins gegen Eins mit den beiden zuletztgenannten Dortmundern gewesen. Danny da Costa sicherte aber Reus ab, dadurch konnte Ilsanker ins Zentrum schieben und dort gemeinsam mit Hinteregger die Deckung des Topstürmers der Borussia übernehmen.

Die Situation wurde nochmal verkompliziert, als Rafael Borre in der Umschaltbewegung nach Ballgewinn durch Ilsanker und Daichi Kamada einen Fehlpass spielte. Makoto Hasebe stoppte Mittelfeldspieler Jude Bellingham zwar mittels Foulspiel, doch ohne dieses wären Ilsanker und Hinteregger wieder mit Dortmunds Sturmduo alleine gewesen, denn wieder rückte N’Dicka auf den ballführenden Gegenspieler raus. Obwohl da Costa eigentlich schon in der offensiven Umschaltbewegung war, konnte er früh genug abbrechen, um sich wieder defensiv zu Reus zu orientieren. Dass da Costa beim fälligen Freistoß dann für den etwas unaufmerksamen Ilsanker gegen Topstürmer Haaland klärt, rundet die gelungene Defensivarbeit da Costas in dieser Szene ab.

Ohne Einrücken brennt es hinten

Um zu sehen, dass dieses Muster nicht nur einmal passierte, musste man nicht lange warten. Schon in der 4. Minute sorgten Stellungsfehler von Kostic und N’Dicka dafür, dass Passlack Hazard tief anspielen konnte. Wieder reagierte da Costa gut und verschob mit der Kette. Hinteregger rückte nach außen, Ilsanker schob dafür ins Zentrum und da Costa begab sich am langen Pfosten in die Deckung von Haaland. Durch den guten Zweikampf von Hinteregger wurde ein Eingreifen in der Zentrale nicht notwendig.

Was passierte, wenn der Flügelspieler defensiv nicht in die Kette einrückte, konnte man im Spiel häufig sehen. In der 9. Minute (von der Uhrzeit-Anzeige im Bild nicht täuschen lassen, diese begann bei EintrachtTV aufgrund technischer Probleme erst 2 Minuten später, ist also verzögert) führte wieder ein Ballverlust Borres zu einem scharfen Diagonalball von Bellingham auf Hazard, der Kostic hier schon enteilt war. An dessen Flanke rutschte Haaland haarscharf vorbei – hier war das Dortmunder 1:0 nicht weit entfernt.
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Mit Diagonalbällen auf die rechte Frankfurter Abwehrseite erreichte die Borussia jedoch selten ihr Ziel. So etwa in der 11. Minute, als Passlack es mit dem tiefen Ball auf Reus versuchte, der jedoch aufgrund des guten Stellungsspiels von da Costa abgelaufen wurde. Trapp konnte den Ball aufnehmen. Zuvor waren Kostic und N’Dicka so weit auf den linken Flügel rausgerückt, dass Hasebe schon in den freien Raum zurückfallen musste, um den tiefen Lauf von Reyna abzufangen. Druck auf Passlack wurde jedoch nicht erzeugt.
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Anders sah es dafür auf Frankfurts linker Seite aus. Während da Costa rechts die Diagonalbälle durch gutes Stellungsspiel verhinderte, provozierte Kostic genau diese immer wieder – mindestens einmal zu oft. Denn in der 32. Minute hielt er sich bei einem Vorstoß über die rechte Seite, an dem Sow beteiligt war, nicht an die taktische Vorgabe des Trainers und rückte bis zu Dortmunds Strafraum auf. Nach Frankfurts Ballverlust wurde mit einem gechipten Pass über Kostic hinweg Hazard – als Rechtsaußen Kostics Gegenspieler – gefunden, der den Konter einleitete. Am Ende war es sogar ebenfalls Hazard, der zum 2:1 abschloss. Kostic konnte mit seinem enormen Tempo zwar den Weg zurück machen, er kam jedoch nicht mehr rechtzeitig und seine Grätsche vor Hazard ging ins Leere.

Gutes taktisches Verhalten – auch im Pressing

Auch wenn da Costa im Pressing gefragt war, verhielt er sich taktisch klug. In der 7. Minute wurde ein Ball zu Schulz gespielt, der von da Costa gepresst wurde. Dabei hielt sich da Costa leicht innen – und setzte damit einen wichtigen Baustein der Pressingfalle. Denn Nico Schulz spielte bedrängt weiter an die Außenlinie zu Reus, der sofort von Ilsanker attackiert wurde. Da Costa und Djibril Sow schlossen die möglichen Passwege – Reus‘ Pass konnte von Sow abgefangen werden. Ein Foulspiel von Ilsanker an Reus verhinderte jedoch den sofortigen Konter.

In dieser Situation in der 16. Minute war er nicht mehr Vorbereiter, sondern Umsetzer der Pressingfalle. Durch sein intelligentes Anlaufen Manuel Akanjis konnte er diesen nicht nur in einen Zweikampf verwickeln, sein Deckungsschatten sicherte auch den Pass nach außen auf Dortmunds Linksverteidiger Schulz ab. In den Statistiken wird hier kein gewonnener Zweikampf zu finden sein, denn unter dem hohen Druck spielte Akanji einen Fehlpass in die Füße von Ilsanker, der Ballgewinn fand jedoch zu großen Teilen durch da Costa statt. Ein möglicher Konter wurde durch einen schnellen Ballverlust Borres verhindert.
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Erneut erkennbar war da Costas cleveres Pressing-Verhalten in der 21. Minute. Beim Anlaufen von Schulz kam da Costa etwas eingerückt von innen, verteidigte aber mit oberster Priorität den Passweg zur Außenlinie – denn hier lauerte Linksaußen Reus und wartete auf ein Anspiel. Da Dortmund gerade die Seite gewechselt hatte, musste da Costa davon ausgehen, dass Ilsanker noch nicht bis auf die andere Seite verschoben hat – Reus wäre also anspielbar gewesen. Durch sein Positionsspiel im Pressing verhinderte er somit, dass er schnell überspielt wird und ein Angriff über seine Seite beginnt. Erneut wurde das Beispiel, was sonst passiert wäre, sofort auf der anderen Seite deutlich. Kostics Positionsspiel war mangelhaft, Passlack konnte sich über einen einfachen Doppelpass an ihm vorbeikombinieren und startete den Angriff. Über Reyna im Zentrum sollte der rausgerückte N’Dicka umspielt werden, der Diagonalball nach rechts zu Hazard blieb jedoch in Haalands Hacken hängen. Glück für die Eintracht.
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Schön zu sehen war auch, dass da Costa nicht nur in der defensiven Struktur gut arbeitete, auch bei Fehlern von Mitspielern reagierte er schnell und konnte so Lösungen schaffen. Das bewies er nicht nur in der bereits genannten Szene zum Spielbeginn, als er für Ilsanker Haalands Torschuss abfing. Auch in der 23. Minute wurde das deutlich. Kostic brachte einen Einwurf zu Hinteregger, der diesen weit nach vorne spielen wollte. Dieser Ball verunglückte ihm aber komplett und er landete neben Dortmunds Strafraum. Ein Spieler (hier Schulz), der mit dem Rücken zum Spielfeld einen Ball erlaufen will, ist in Glasners Taktik ein sogenannter „natürlicher Pressing-Trigger“, d.h. nicht eine aktiv kreierte (Pressingfalle) sondern eine aus dem Spiel entstandene Situation, in der die Mannschaft ins Pressing gehen soll. Und das machte da Costa hier. Er startete von der Mittellinie und lief Schulz gut an, sodass dieser den Ball nicht kontrollieren konnte und ins Aus spielte. Erneut eine Szene, die statistisch nicht bei da Costa auftauchen wird, jedoch eine gute ballgewinnende Aktion beinhaltet.
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Offensiv kommt da recht wenig – warum?

Danny da Costa ist kein natürlicher Flügelspieler wie es ein Filip Kostic ist – das sollte jedem klar sein. Er ist gelernter Außenverteidiger und seine Stärken liegen vor allem in der Defensive, so lag er im Spiel gegen Dortmund mit 66% gewonnenen Zweikämpfen weit über dem Mannschaftsdurchschnitt. Mit 5 Defensivaktionen (3 abgefangene Bälle, 2 erfolgreiche Tacklings) verzeichnete er nach Evan N’Dicka und Djibril Sow die drittmeisten – und das trotz der gezeigten Pressing-Aktionen, die in der Statistik nicht auftauchen. Offensiv sieht das natürlich dann etwas anders aus. Aber ist er offensiv absolut unbeteiligt?

Das kann man so nicht sagen. Immer wieder schaltet er sich offensiv ein, wird aber selten in Szene gesetzt. Eine seiner Flanken resultiert aus einem halbhohen Ball von Sow, der schwer zu kontrollieren ist und ihm dann letztendlich verspringt – er segelt meilenweit über das Tor. Die Wahrheit ist aber auch, dass da Costa hier niemand zu Hilfe gekommen ist. Während Kostic links mit Barkok einen sehr flexiblen Spieler auf seiner Seite hatte, wie Heatmaps des Spiels zeigen, war dessen Pendant auf rechts Daichi Kamada als gelernter Zehner eher zentral zu finden – da Costa wurde also auch häufig allein gelassen.

Offensive geht auch taktisch

Auch in der Offensive kommt es nicht nur auf Technik an, auch hier hilft da Costa sein gutes Taktikverständnis. In der Spieltags-Pressekonferenz antwortete Cheftrainer Oliver Glasner auf die Frage, was er von seinen Spielern erwartet, sehr genau. „Dynamik und Power nach vorne“ ist eine Forderung von Glasner – doch das ist nicht das Einzige: „Wenn sich ein zentraler Mittelfeldspieler im Strafraum einschaltet, dann muss der ballentfernte Außenverteidiger oder Flügelspieler in die Absicherung gehen. Wenn beide zentralen Mittelfeldspieler hinter dem Ball sind, dann soll er auch mitgehen an den zweiten Pfosten, wie das Christopher Lenz gegen St. Etienne gemacht hat, wo Danny da Costa die Flanke schlägt.“

An diese Anweisung hält sich da Costa peinlichst genau. Ein gutes Beispiel hierfür findet sich in der 31. Minute, als ein Vorstoß über die rechte Seite lief. Stefan Ilsanker spielte ihn an und startete einen tiefen Lauf. Für da Costa war außen nichts zu holen, also drehte er ab und spielte Sow vor dem 16er an. Anstatt sich jetzt weiter am Angriff zu beteiligen, sah er, dass mit Ilsanker, Sow und am langen Pfosten auch Kostic jetzt drei Spieler, von denen sich mindestens zwei in der Absicherung befinden sollten, am laufenden Angriff beteiligt waren. Deshalb startete da Costa nach seinem Abspiel sofort den Weg zurück – Absichern für seine Mitspieler.
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Dass da Costa auch anders kann, zeigte er aber ebenfalls. Wenn sich die zentralen Mittelfeldspieler in der Absicherung befinden, zieht er – wie gefordert – in den Strafraum und bietet eine Flankenoption am langen Pfosten an. So zum Beispiel passiert in der 13. Minute, als Kamadas Flanke von Passlack geblockt wurde, bevor sie einen Mitspieler fand.
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Auch Dynamik und tiefe Läufe sind von da Costa zu sehen. In der 31. Minute (im Anschluss an die eben genannte Szene) reagierte er auf einen Ballgewinn Borres mit einem Lauf die Seitenlinie entlang, der Steilpass kam jedoch zu zentral und wurde von Schulz geklärt.

Der Mythos der schlechten Flanken

Da Costas Aktionen sind generell aber auch seltener. Während Kostic im gesamten Spiel 58mal in Ballbesitz war, kam da Costa ausschließlich auf 40 Ballbesitzphasen. Kostic hatte also die 1,5fachen Möglichkeiten, sich am Ball zu beweisen. Dazu war auch sein Nebenmann weniger versiert im Spielaufbau. Während Hinteregger gerne über N’Dicka nach links raus gespielt hat, hielt sich die Spielfreude von Ilsanker eher in Grenzen. Mehrmals bekam da Costa unsaubere Anspiele, die er unter hohem Druck nicht verarbeiten konnte (6. Minute, 11. Minute) und statistisch dann als seine Ballverluste vermerkt wurden.

Ein Argument hält sich seit Jahren in der Diskussion um da Costa und Kostic: Kostic ist ein Flankengott, da Costas Flanken sind unbrauchbar.

Schaut man sich die Menge der Vorlagen an, die Filip Kostic erzeugt, wirkt dieses Argument schnell bestätigt, doch wie eben erwähnt hat das auch etwas mit der Masse zu tun. Während da Costas drei Flanken allesamt nicht angekommen sind, hat Kostic eine seiner acht Flanken zu einer Großchance für Borre verwertet – doch schaut man genauer hin, war es erst die achte Flanke selbst, die diese Großchance hervorbrachte. Wäre Kostic nur eine Aktion früher ausgewechselt worden, hätte Kostic diese Partie ebenfalls ohne eine einzige erfolgreiche Flanke beendet.

Auch die Detail-Statistiken zeigen ein anderes Bild. Denn in den letzten beiden Saisons hatte Kostic in den absoluten Zahlen zwar sehr viel mehr erfolgreiche Flanken und Vorlagen als er, die prozentual gerechnete Flankenquote spricht aber für da Costa – und das nicht nur über einen kurzen Zeitraum. In der vergangenen Saison 2020/21 waren 24,53% von da Costas Flanken erfolgreich, Kostic brachte nur 23,55% seiner Flanken an den Mann. 2019/20 waren beide noch etwas stärker – doch auch hier übertrumpfen da Costas 26,51% Flankenquote die 25,45% von Kostic.

Ein perfekter Spieler also?

Das natürlich auch wieder nicht. Wie bereits angeschnitten sind da Costas offensive Fähigkeiten auch bei besseren Flankenstatistiken nicht besser als die von Kostic. Der Serbe bringt mehr Wucht, mehr Tempo und noch mehr offensive Läufe ins Spiel. Kostic ist ein Chancengarant und Unterschiedsspieler, der da Costa nicht ist. Aber muss er das denn sein? Danny da Costa bringt eine Konstanz und eine defensive Stabilität auf die rechte Seite, die dem Spiel der Eintracht – gerade wegen der offensiven linken Seite mit Filip Kostic – sehr gut tut.

Denn auch wenn Cheftrainer Glasner von beiden dasselbe erwartet (fussball.news: Ob Kostic oder da Costa: Das erwartet Glasner von Flügelspielern), ist ein gewisses Ungleichgewicht der Flügelspieler ganz normal. Und das ist auch nichts Neues. Schon der FC Chelsea unter Antonio Conte, der die Dreierkette im modernen Fußball wieder groß gemacht und von dem Niko Kovac 2016 auch Frankfurts Dreierkette adaptiert hatte, hatte ein natürliches Ungleichgewicht auf den Flügeln. Während auf Chelseas rechter Seite (also spiegelverkehrt zu Frankfurt) der natürliche Flügelspieler Victor Moses ein Karriere-hoch erlebte, wurde die linke Seite von Außenverteidiger Marcos Alonso bespielt.

Man kann also sagen: Danny da Costa ist nicht Filip Kostic, aber das muss er auch gar nicht sein. Das sollte er sogar gar nicht sein.

Da Costas Zukunft ist weiterhin offen

Wie es mit Danny da Costa weitergeht, ist noch unklar, denn sein Vertrag läuft im kommenden Sommer aus. Durch seine Familie ist er privat nicht nur an die Stadt, sondern auch den Verein gebunden. Seine Ehefrau Sarah ist nicht nur die Tochter von Vereins-Legende Uwe Bein, sie arbeitet auch bei der Eintracht. Schon bei seiner Leihe in der vergangenen Rückrunde fiel die Entscheidung aufgrund der regionalen Bindung klar pro Mainz und gegen Schalke aus.

Markus Krösche kennt da Costa aus der gemeinsamen Zeit bei Bayer Leverkusen und auch Oliver Glasner ist der Spieler nicht fremd, so soll er beim VfL Wolfsburg sogar auf der Wunschliste des neuen Cheftrainers gestanden haben. Es ist also nicht verwunderlich, dass da Costa einen Vertrauensvorschuss genießt und er einen weiteren Anlauf bei der Eintracht nehmen soll und will. Lange hat der FSV versucht, da Costa fest auf die andere Rheinseite zu lotsen, doch man lehnte ab. Mittlerweile ist der FSV mit Silvan Widmer auf der rechten Abwehrposition gut besetzt, eine Rückkehr scheint also unmöglich.

Danny da Costa ist eine gute Option auf der rechten Seite. Er hat das taktische Verständnis, die defensive Qualität und bringt auch offensiv genug mit, um bei der Eintracht erfolgreich zu sein. Sollte die Eintracht weiterhin auf ihn vertrauen, sollte sie seinen Vertrag jetzt verlängern, um ihn nicht ablösefrei am Ende der Saison zu verlieren. Da Costa ist nicht nur ein guter Fußballer, er wird in Frankfurt auch als Typ geschätzt. Seine witzige Art belebt die Mannschaft. Und er ist wortwörtlich mit seinem Herzen an den Verein gebunden. Eintracht Frankfurt und Danny da Costa – das passt einfach.

Autor: Nik Staiger (Twitter @Nik_Staiger)

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